Besonders in den Herbst- und Wintermonaten gehört Nebel für viele Regionen Österreichs zum Alltag. Doch wie entsteht Nebel eigentlich, welche unterschiedlichen Arten gibt es, und warum ist er manchmal nur in bestimmten Gegenden, etwa entlang der Donau, anzutreffen?
Inhaltsverzeichnis
Was ist Nebel?
Nebel bezeichnet eine Ansammlung feinster Wassertröpfchen in Bodennähe, die die Sichtweite deutlich einschränkt. Meteorologisch spricht man erst dann von Nebel, wenn die Sichtweite auf unter einen Kilometer sinkt. Ist die Sicht zwar eingeschränkt, aber noch besser, wird stattdessen von Dunst gesprochen.
Wie entsteht Nebel?
Nebel entsteht, wenn die Luft so weit abkühlt, dass sie die enthaltene Feuchtigkeit nicht mehr vollständig als Wasserdampf halten kann. Die überschüssige Feuchtigkeit kondensiert dann zu feinsten Tröpfchen, die in der Luft schweben bleiben. Besonders häufig bildet sich Nebel in klaren, windstillen Nächten, wenn sich der Boden stark abkühlt und die bodennahe Luftschicht mit abkühlt.
Welche Nebelarten gibt es?
Strahlungsnebel entsteht durch die nächtliche Abkühlung des Erdbodens und löst sich meist auf, sobald die Sonne am nächsten Tag wieder für Erwärmung sorgt. Advektionsnebel bildet sich hingegen, wenn feuchtwarme Luft über eine kältere Oberfläche zieht und dabei abkühlt. Entlang von Flüssen wie der Donau kommt zudem häufig Verdunstungsnebel vor, der entsteht, wenn kalte Luft über vergleichsweise warmes Wasser strömt und die aufsteigende Feuchtigkeit sofort wieder kondensiert.
Warum bleibt Nebel manchmal tagelang bestehen?
In manchen Wetterlagen, vor allem im Herbst und Winter, kann sich Nebel über mehrere Tage halten. Das ist häufig dann der Fall, wenn sich unter einer stabilen Hochdrucklage eine Inversionswetterlage einstellt, ähnlich wie sie auch bei einem klassischen Altweibersommer auftreten kann. Dabei liegt kalte, feuchte Luft in den Niederungen, während in höheren Lagen mildere und trockenere Luft vorherrscht. Da sich diese Luftschichten kaum vermischen, kann sich der Nebel in tiefer gelegenen Regionen oft tagelang halten, während es auf Anhöhen strahlend sonnig bleibt.
