Die schönsten Schluchten und Wasserfälle in Niederösterreich

Mehrstufiger Wasserfall in einer grünen, felsigen Schlucht in Niederösterreich
Rauschendes Wasser, moosbedeckte Felsen und dichte Vegetation machen Niederösterreichs Schluchten zu besonderen Ausflugszielen.

Kaum ein Naturgeräusch wirkt so beruhigend wie rauschendes Wasser, das über Felsen und Kaskaden ins Tal fließt. Deshalb stellen wir euch einige der schönsten Wanderungen zu Wasserfällen und durch Schluchten in Niederösterreich vor, die ihr unbedingt einmal erleben solltet.

Niederösterreich hält zahlreiche eindrucksvolle Naturlandschaften bereit. Besonders an warmen Sommertagen sorgen schattige Schluchten, kühle Felswände und sprudelnde Bäche für eine angenehme Erfrischung. Damit euch die Auswahl leichter fällt, haben wir unsere schönsten Ausflugsziele rund um Klammen und Wasserfälle zusammengestellt.

Beachtet vor eurem Ausflug, dass Stege, Treppen und Brücken in den Schluchten nass und rutschig sein können. Festes Schuhwerk gehört deshalb unbedingt zur Ausrüstung. Informiert euch außerdem vorab über Öffnungszeiten, Wegsperren, Eintrittspreise und Einkehrmöglichkeiten, damit ihr vor Ort keine unangenehme Überraschung erlebt.

Ötschergräben mit Lassingfall und Mirafall

Die Ötschergräben gehören zu den bekanntesten Schluchten Österreichs und werden häufig als „Grand Canyon Österreichs“ bezeichnet. Am Fuß des Ötschers hat sich der Ötscherbach über viele Jahrtausende tief in das Gestein eingeschnitten und dadurch jene spektakuläre Landschaft geschaffen, die heute zum Naturpark Ötscher-Tormäuer gehört.

Entlang des türkisfarbenen Wassers führen Wanderwege durch die eindrucksvolle Schlucht. Unterwegs gibt es immer wieder Stellen, an denen ihr näher an den Bach gelangt und euch an heißen Tagen abkühlen könnt. Für eine Pause mit regionaler Jause bietet sich der Ötscherhias an.

Die klassische Wanderung durch die Ötschergräben gilt als technisch eher einfach, benötigt aber ausreichend Zeit und Kondition. Für eine kürzere Variante solltet ihr ungefähr zweieinhalb Stunden und rund 350 Höhenmeter einplanen. Wer bis zum Mirafall weiterwandert, ist etwa dreieinhalb Stunden unterwegs.

Ein guter Ausgangspunkt ist die Ötscherbasis in Wienerbruck. Ihr erreicht sie mit dem Auto oder bequem mit der Mariazellerbahn ab St. Pölten. Von der Station folgt ihr dem Weg am Stausee entlang und steigt anschließend in die Schlucht hinab. Dabei passiert ihr den etwa 90 Meter hohen Lassingfall. Vom Ötscherhias benötigt ihr anschließend ungefähr 45 Minuten bis zum Mirafall.

 

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Trefflingfall

Der Trefflingfall bei Puchenstuben zählt zu den längsten Wasserfällen Niederösterreichs. Über eine Strecke von fast 300 Metern fließt der Trefflingbach in mehreren Kaskaden rund 120 Höhenmeter hinunter. Wie die Ötschergräben liegt auch dieses Naturjuwel im Naturpark Ötscher-Tormäuer.

Durch die vielen Abstufungen ist der Wasserfall ein beliebtes Motiv für Natur- und Landschaftsfotografie. Gleichzeitig könnt ihr das Naturschauspiel auch beim Wandern aus unmittelbarer Nähe erleben, denn ein Weg verläuft über weite Strecken parallel zum Wasser.

Vom Naturpark-Eingang Sulzbichl benötigt ihr zu Fuß ungefähr 45 Minuten bis zum Trefflingfall. Besonders nach Regenfällen führt der Bach viel Wasser und zeigt sich entsprechend eindrucksvoll. Bei nassem Untergrund ist auf dem Weg allerdings besondere Vorsicht geboten.

 

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Steinwandklamm

Wer bei einer Wanderung nicht nur Natur, sondern auch ein wenig Abenteuer erleben möchte, ist in der Steinwandklamm in Furth an der Triesting richtig. Rund um die geschichtsträchtige Klamm ranken sich mehrere Erzählungen. So sollen sich Bewohnerinnen und Bewohner der umliegenden Dörfer während der osmanischen Belagerung im Jahr 1683 in den Höhlen versteckt haben.

Auch das sogenannte Türkenloch, eines der Ziele der Wanderung, soll seinen Namen aus dieser Zeit erhalten haben. Dorthin führen zwei unterschiedliche Routen. Neben einem leichteren Weg könnt ihr euch für den Rudolf-Decker-Steig entscheiden.

Dieser anspruchsvollere Abschnitt ist ausschließlich für trittsichere und schwindelfreie Wandernde geeignet. Der Weg führt unter anderem über eine rund zehn Meter lange, beinahe senkrechte Leiter und durch zwei Höhlen.

Kurz vor dem Türkenloch treffen beide Routen wieder aufeinander. Beim Betreten der dunklen Höhle brauchen eure Augen einige Zeit, um sich an die Lichtverhältnisse zu gewöhnen. Geht deshalb vorsichtig und verwendet im Zweifelsfall eine Taschenlampe, da sich im Inneren Stufen befinden.

Nach dem Ausgang der Höhle erreicht ihr bereits nach wenigen Metern einen schönen Aussichtspunkt. Anschließend könnt ihr durch den Wald zum Gasthaus Jagasitz weiterwandern und euch dort eine Pause gönnen. Eintrittspreise und Kombitickets mit den Myrafällen solltet ihr vor dem Besuch aktuell prüfen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Markus Dörfler (@doerflermarkus)

Myrafälle

Von der Steinwandklamm könnt ihr auf einer ungefähr vierstündigen Wanderung zu den Myrafällen weitergehen. Für einen kürzeren Familienausflug ist auch eine direkte Anreise möglich. In unmittelbarer Nähe befinden sich Parkmöglichkeiten, von denen aus ihr das Ausflugsziel schnell erreicht.

Die Myrafälle eignen sich besonders gut für einen Besuch mit Kindern. Entlang des Weges warten elf Themenstationen, die unterschiedliche Bereiche der regionalen Natur- und Wirtschaftsgeschichte erklären. Dazu gehören beispielsweise Informationen über eine frühere Sägemühle und über die traditionelle Gewinnung von Baumharz.

Am Stauweiher gibt es außerdem einen Wasserspielplatz. Für den Aufstieg über zahlreiche Stege und Treppen solltet ihr ungefähr eine Stunde einplanen. Die Anlage ist normalerweise bis zum Einbruch der Dunkelheit zugänglich. Aktuelle Eintrittspreise und Öffnungszeiten findet ihr auf der offiziellen Website.

 

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Ein Beitrag geteilt von Urlaub in Österreich (@urlaubinoesterreich)

Ysperklamm

Im südlichen Waldviertel hat sich die Große Ysper über Jahrtausende ungefähr 300 Höhenmeter tief in die Waldviertler Hochebene eingeschnitten. Heute könnt ihr das Naturschauspiel auf einem Wanderweg mit zahlreichen Holzbrücken, Treppen, Stegen und Leitern entdecken.

Die Ysperklamm zeichnet sich durch enge Felspassagen, moosbewachsene Steinblöcke und viele größere und kleinere Wasserfälle aus. Vor allem nach niederschlagsreichen Tagen rauscht besonders viel Wasser durch die Klamm.

Der Einstieg befindet sich beim Gasthof Forellenhof. Von dort wandert ihr entlang des Baches über Steinstufen und verschiedene Aufstiegshilfen durch die schattige Landschaft. Nach längeren Regenperioden kann sich das normalerweise klare Wasser bräunlich verfärben. Grund dafür sind natürliche Huminstoffe, die aus dem Waldboden ausgewaschen werden.

Am Ödteich angekommen, eröffnet sich euch ein schöner Blick auf das Ysper-Weitental. Informiert euch vor der Anreise über die aktuellen Eintrittspreise sowie über mögliche Sperren nach Starkregen oder Unwettern.

 

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Ein Beitrag geteilt von Astrid Mahrer (@asii.mahrer)

Erlaufschlucht

Die Erlaufschlucht in Purgstall im Mostviertel galt lange als Geheimtipp, wird aber inzwischen von immer mehr Naturfans entdeckt. Türkisfarbenes Wasser, dichtes Grün und markante Felsformationen sorgen für eine eindrucksvolle Kulisse und angenehme Temperaturen.

In der Erlaufschlucht stehen verschiedene Spazier- und Wanderrouten zur Auswahl. Mehrere Brücken ermöglichen euch immer wieder neue Ausblicke auf den Fluss und die steilen Ufer.

Für einen Rundgang solltet ihr mindestens eine Stunde einplanen. An einigen kleineren Uferstellen könnt ihr eine Pause machen, fotografieren oder ein Picknick genießen. Achtet dabei auf ausgewiesene Schutzbereiche und mögliche Badeverbote.

Als Ausgangspunkt eignet sich die Umgebung des Bowlingcenters in Purgstall. Dort findet ihr eine Informationstafel mit den unterschiedlichen Routen, die euch bei der Orientierung durch das Gebiet hilft.

 

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Ein Beitrag geteilt von Das Mostviertel in NÖ (@mostviertel.at)

Schleierwasserfall Hohenberg

Der Schleierwasserfall bei Hohenberg ist kleiner als viele andere Wasserfälle dieser Liste, aber dennoch einen Abstecher wert. Besonders praktisch ist seine gute Erreichbarkeit: Er befindet sich nahe dem Traisental-Radweg und ist teilweise bereits von der Straße aus zu erkennen.

Das Wasser fällt in zwei Kaskaden talwärts. Zur oberen Stufe gelangt ihr nach einer ungefähr 15-minütigen Wanderung. Der kurze Aufstieg eignet sich daher auch gut als Zwischenstopp während einer Radtour oder eines Ausflugs durch das Traisental.

Beim unteren Bereich des Wasserfalls befindet sich ein kleiner Rastplatz, an dem ihr eine Jause einlegen könnt. Schattige Plätze und seichte Wasserstellen sorgen an warmen Tagen für Abkühlung. Da die Steine rund um den Wasserfall rutschig sein können, solltet ihr auch hier festes Schuhwerk tragen.

 

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Ein Beitrag geteilt von Robert Knapp (@robert_knapp_fotografiert)

Hinweis: Öffnungszeiten, Eintrittspreise, Wegbedingungen und gastronomische Angebote können sich ändern. Bitte prüfe die aktuellen Angaben vor deinem Ausflug auf den jeweiligen offiziellen Websites.

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