Sobald mehrere Tage in Folge sehr hohe Temperaturen gemessen werden, ist in Wetterberichten schnell von einer Hitzewelle die Rede. Doch ab wann spricht man tatsächlich von einer Hitzewelle, welche Auswirkungen hat sie auf Körper und Alltag, und wie können Sie sich an besonders heißen Tagen am besten schützen?
Inhaltsverzeichnis
Was ist eine Hitzewelle?
Eine Hitzewelle bezeichnet einen Zeitraum von mehreren aufeinanderfolgenden Tagen mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Eine einheitliche, weltweit gültige Definition gibt es dabei nicht, da die Schwellenwerte je nach Region und Klima variieren. In Österreich wird häufig von einer Hitzewelle gesprochen, wenn an mindestens drei aufeinanderfolgenden Tagen Höchsttemperaturen von 30 Grad Celsius oder mehr erreicht werden.
Entscheidend ist bei einer Hitzewelle nicht nur die Tageshöchsttemperatur, sondern auch, wie stark sich die Luft in der Nacht abkühlt. Bleiben die Temperaturen auch nachts über 20 Grad Celsius, spricht man von einer Tropennacht. Häufen sich solche Nächte während einer Hitzewelle, fällt die Erholung für den Körper besonders schwer.
Wie entsteht eine Hitzewelle?
Hitzewellen entstehen meist durch stabile Hochdrucklagen, die warme Luftmassen über einer Region festsetzen. Da sich unter solchen Bedingungen kaum Wolken bilden, heizt die Sonneneinstrahlung Luft und Boden über mehrere Tage hinweg zusätzlich auf. Bleibt das Hochdruckgebiet über einen längeren Zeitraum bestehen, kann sich die Hitze dadurch immer weiter verstärken.
Welche Auswirkungen hat Hitze auf den Körper?
Hohe Temperaturen belasten den Kreislauf, da der Körper verstärkt schwitzt, um sich abzukühlen. Dadurch verliert er Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Mögliche Folgen sind Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Kreislaufbeschwerden oder ein erhöhter Puls. Manche Menschen berichten in diesem Zusammenhang von ähnlichen Beschwerden wie bei einer ausgeprägten Föhnlage. Besonders gefährdet sind ältere Menschen, Kleinkinder sowie Personen mit Vorerkrankungen.
Tipps für heiße Tage
- Ausreichend trinken, idealerweise Wasser oder ungesüßte Tees, auch ohne Durstgefühl
- Körperliche Anstrengung und Sport in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen
- Wohnräume tagsüber abdunkeln und erst in den kühleren Abend- oder Nachtstunden lüften
- Leichte, luftige Kleidung sowie Kopfbedeckung im Freien tragen
- Direkte Sonneneinstrahlung in den Mittagsstunden möglichst meiden
Wer diese Punkte beachtet, kann die Belastung durch eine Hitzewelle spürbar reduzieren und den Kreislauf entlasten.
